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| | Mit Schneckentempo nach vorne | |  | | Stadtanzeiger vom 30.08.2011
Von: Christian Saggese
Elgg stand am Wochenende ganz im Zeichen der Schnecke: Das siebte Schneckenfest auf der Schneckenfarm Elgg wurde sehr gut besucht. Höhepunkt war ein Schneckenrennen.
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|  | | | Wilde Schneckenjagd- auf der Schneckenfarm in Elgg | |  | | Die besten und unglaublichsten Geschichten, die schreibt wirklich das Leben. Denn als ich von einer "Schneckenfarm" mitten in der Schweiz erzählt bekam, hielt ich das ehrlich gesagt für einen Scherz. Ganz aus war es dann, als ich erfuhr, dass man(n) /frau auch eine Patenschaft für eine der Schnecken übernehmen kann, die auf dieser Schneckenfarm leben! Da kann man also wirklich Schnecken-Götti werden!
Jetzt hat ja ein jeder so seine Wünsche und Träume, und ganz ehrlich (bitte nicht wieder auf den Hinterkopf - Glatzengefahr!) war Schneckengötti bisher nicht auf meiner Liste. Nicht bei den "200 Dingen, die man(n) im Leben gemacht haben muss", und auch nicht im Kleingedruckten. Überhaupt nicht.
Aber bereits vor geraumer Zeit wurden wir zum "Schnecken-Götti-Tag" auf dieser Schneckenfarm eingeladen. Dabei können Schnecken-Patinnen und -Paten ihre gepatete Schnecke persönlich besuchen und mit Rüebli und Salat verwöhnen!
Das klang so richtig abgefahren, als fuhren wir Samstag (da war der grosse Schnecken-Götti-Tag) morgen los Richtung Elgg im Kanton Zürich, da liegt diese Schneckenfarm nämlich.
Wer jetzt meint, das macht doch keiner, eine Patenschaft für eines dieser schleimigen Dinger übernehmen, und wer kommt da schon - ha, selten so daneben gelegen! Denn sogar der FC Bayern München hat`s getan! Mein anfänglicher Triumph ("...keine Sau da!") war auch bald verflogen. Ein Auto nach dem anderen kam da angefahren, der Festplatz bald bis auf den letzten Platz besetzt. Man lernt ja nie aus, und eigentlich sind das ja so richtig coole Dinger, diese Weinbergschnecken dort.
Schneckenfarm-Junior-Chef Armin Bähler führte dann die Anwesenden ein, in die Welt der Weinbergschnecken, die auf der Schneckenfarm auf über 13.000 m2 natürlich artgerecht und mit viel Freilauf-Möglichkeit gehalten werden. Die Schnecken-Göttis erhielten sogar die Gelegenheit, ihre gepateten Schneckis persönlich kennen zulernen!
Die haben nämlich auf ihrem Schnecken-Hüsli ein Nümmerli eingraviert, aufgrund dessen sie eindeutig dem oder der jeweiligen Götti zugeordnet werden können. Ein bisschen Zeit muss man halt mitbringen (geht ja auch um Schnecken), um sein "Schnäggi" auch zu finden. Was einigen begleitet von grossem Jubel sogar gelang!
Siehe da, nach wirklich gründlicher Suche im dichten Gras finden wir doch tatsächlich Nr. 387, Felix, einer unserer drei Patenschnecken. Leider bleibt es auch dabei, die anderen zwei wollen uns nicht sehen und haben sich gut versteckt.
Natürlich gibt`s diverse Köstlichkeiten rund um und mit Schnecken auch zu kaufen. Alles Bio. Wir haben uns da aber als echte Schnäggi-Freunde in der Not erwiesen und sind auf Kuchen ausgewichen. Und auch folgender Hinweis hat uns, bezüglich unserem Paten-Schnäggi schwer beruhigt:
Hinweis. Eine Weinbergschnecke braucht gut drei Jahre, bis sie ausgewachsen ist. Patenschnecken werden ausschliesslich für den Zuchtbetrieb gehalten.
Also dann, Felix (so heisst unser Paten-Schnäggi), bis zum nächsten Schnecken-Götti-Tag! :o) Wer auch mit dem Gedanken spielt, Schnecken-Götti zu werden, findet hier mehr Infos: http://www.schneckenfarm.ch/
Vielleicht sehen wir uns ja im kommenden Jahr :o)
Recherchiert für Sie von Heidy um 19:52 |
|  | | | Ein Haus fürs Schneckenhaus | |  | Stadtanzeiger vom 07.03.2011
Von: Christian Saggese
Armin Bähler betreibt seit rund sieben Jahren die Schneckenfarm in Elgg. Seine Tiere sind als feine Delikatesse landesweit bekannt. In den kommenden Monaten soll das Angebot noch vergrössert werden.
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|  | | | Mit Turboschnecken Geld verdienen | |  | Aargauer Zeitung vom 25.02.2011
Bezirk Zurzach Der Landwirtschaftliche Verein Zurzach lud als Referenten Schneckenzüchter Armin Bähler ein. Er sprach zu den Bäuerinnen und Bauern über seine Schneckenfarm.
Ganzer Bericht im pdf »» |  | | | Wo die Schnecken-Post abgeht | |  | Blick online 04.08.05
ELGG ZH ? Nach Zügelstress und kaltem Winter kanns jetzt mit der Schnecken-Vermehrung so richtig losgehen. Die Familie Bähler darf sich darauf freuen. Die Tierchen weniger. Weinbergschnecken in Elgg, Zürich. Seit einem Jahr setzen Armin Bähler und seine Eltern voll auf diese Schleimer. Was als väterlicher Bubentraum begann, soll bald bares Geld bringen.
Ursprünglich waren es 15´000 Tiere, die auf dem seit Jahren nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Bauernhof der Bählers lebten. Gemütlich frassen sie sich durch Salate und Kohle, erkrochen Sonnenblumen und genossen den Morgentau oder die künstliche Bewässerung in ihren elf Parzellen.
Trotz des Paradieses auf Erden überlebte die Hälfte der Tiere das erste Jahr aber nicht. Der Umzug von Deutschland, wo die Schweizer Zucht-Pioniere die Weinbergschnecken einkauften, und der lange Winter setzten den «Sensibelchen» zu sehr zu.
Aber Armin Bähler ist überzeugt: In einem Jahr werden seine Schnecken die Menus in ausgewählten Restaurants bereichern. Und läufts plangemäss weiter, dürfte er mit der Schneckenzucht ab 2008 Geld machen.
|  | | | In zartem Alter schon eine Delikatesse | |  | Zürcher Oberländer 07.08.05
Der Elgger Armin Bähler und seine Eltern sind Schweizer Pioniere in der Zucht von Weinbergschnecken
sda. Seit einem Jahr züchten Armin Bähler und seine Eltern in Elgg Weinbergschnecken. Trotz einiger Rückschläge sind die Pioniere zuversichtlich, dass ihre Schnecken in einem Jahr auf den Tellern ausgesuchter Restaurants landen.
Mit der Schneckenfarm habe sich ein Bubentraum seines Vaters erfüllt, sagt Armin Bähler. Dieser habe im Wald Schnecken gesammelt und im Dorf verkauft. Als Bähler vor einigen Jahren einen Fernsehbericht über eine Zucht in Ulm (D) sah, nahm das Elgger Projekt seinen Anfang.
Gute Bedingungen in Elgg
In Bayern kaufte Bähler die Grundausstattung und holte sich das nötige Know-how für die Zucht. Am 10. Juni 2004 war es so weit: 15 000 Tiere wurden aus Deutschland nach Elgg, dem Bauerndorf im Kanton Zürich nahe der thurgauischen Grenze, geliefert. Sie leben in elf Parzellen auf dem seit 40 Jahren nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Bauernhof der Familie. Sie laben sich an Salaten und Kohl oder lümmeln sich auf Sonnenblumenblättern. Die Blumen dienen ihnen nicht nur als Versteck, sondern werden auch mit Stumpf und Stiel verputzt.
Die Bedingungen in Elgg sind gut. Der Morgentau sorgt für genug Feuchtigkeit; bleibt er aus, wird künstlich bewässert. Und der Boden ist eine ideale Mischung aus Kalk und Sand. Ein Paradies für Weinbergschnecken.
Schnecken sind sensibel
Trotzdem überlebte die Hälfte das erste Jahr nicht. Ein Drittel Verlust des Anfangsbestandes ist normal. Für Bählers Tiere waren Zügelstress und der lange Winter zu viel.
Zudem sind Schnecken «ziemlich sensibel»: Schon die kleinste Störung hindert die sich gegenseitig befruchtenden Zwitter daran, Eier zu legen. Nach den ersten Geburten kriechen derzeit an die 18 000 Tiere durch die 0,3 Hektaren grosse Elgger Anlage. Bähler ist überzeugt davon, dass er in einem Jahr Schnecken verkauft. Dann wären seine ersten Jungtiere zum Verzehr geeignet. Am besten schmeckt die Delikatesse im Alter von zwei bis sieben Jahren. Die Tiere können bis 25 Jahre alt werden.
Keine Angst vor Konkurrenten
Um die Farm rentabel betreiben zu können, sei eine Grösse von einer bis zwei Hektaren nötig, schätzt Bähler. Um das nötige Pachtland bemüht er sich derzeit. Angst vor Konkurrenten, die seine Idee kopieren könnten, hat er nicht. Im Gegenteil: Die Nachfrage sei gross genug. Gern würde der Elgger mit anderen Züchtern zusammenarbeiten, etwa in Form einer Genossenschaft. Aus dem Zürcher Oberland und dem Luzernischen hätten sich erste Interessenten gemeldet. Er wäre bereit, sich um den Vertrieb zu kümmern. In Probefeldern will Bähler erst die optimale Nahrung für seine Tiere testen.
Bubentraum verwirklicht
Wenn die Qualität seiner Schnecken stimme, werde er in der Schweiz bei Direktabnehmern wie Delikatesgeschäften oder Restaurants einen guten Preis lösen, ist Bähler überzeugt. Im Ausland könnten praktisch unbegrenzte Mengen abgesetzt werden - allerdings zu weniger attraktiven Bedingungen.
Läuft alles, wie geplant, will er mit der Schneckenzucht ab 2008 Geld verdienen. Bisher investierte die Familie 100 000 Franken. Wenn es nicht klappt, habe er immerhin versucht, den Bubentraum seines Vaters zu verwirklichen, sagt Bähler.
Nachfrage für Nischenprodukt
sda. Zuchtschnecken werden vor dem Verkauf gereinigt, mit Dampf oder in heissem Wasser getötet und in der Regel in Dosen oder tiefgefroren an die Abnehmer geliefert. In der Schweiz, vor allem in der Romandie, werden jährlich gut 3500 Tonnen der Delikatesse verzehrt. Auch wenn Schnecken ein Nischenprodukt sind, besteht Nachfrage. Ein Restaurant wie der Basler Stadthof, das «Schnecken mit Eierschwämmli» oder «Escargots Café de Paris» auf der Karte führt, verkauft etwa 1500 Portionen pro Jahr. Wer die Schnecken selbst zubereiten will, kocht sie, nimmt sie aus dem Häuschen, legt sie in Kräuterbutter eingelegt, füllt sie wieder in die Häuschen friert sie ein.
Schnecken - schmerzlos getötet?
sda. Werden Schnecken, die bei uns auf den Tisch kommen, so getötet, dass sie keinen Schmerz empfinden? Diese Frage beschäftigt den Schweizer Tierschutz. Dem Tierschutzgesetz unterliegen die Schnecken nicht. Aber in den meisten Kantonen sind wildlebende Weinbergschnecken geschützt. Die artgemässe Haltung der Schnecken sei wohl einfach zu erfüllen, die Tötungsmethode sei aus Tierschutzsicht das einzig relevante Thema, sagt Peter Schlup, Leiter der Fachstelle Wildtiere. Man könne sich vorstellen, dass der Tod der Schnecken relativ schnell eintrete und die Tiere nicht leiden, sagt Schlup. Aber eine wissenschaftliche Grundlage für diese Vermutung gebe es nicht.
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